6. Wie man einen erleuchteten Meister wählt

  1. Zunächst: Kann dieser Meister, wenn er dich unterweist, durch deine äußere Fassade hindurch direkt auf den Grund deines Inneren weisen?
  1. Dieser erleuchtete Meister sollte ein gewisses Verständnis für das Dharma-Tor oder die Übung haben, die du zuvor gewählt hast. Können eure Geister die meiste Zeit direkt miteinander kommunizieren?
  1. Dieser erleuchtete Meister ist die meiste Zeit innerlich ruhig; das rührt nicht von der Kraft der meditativen Versenkung her, sondern von seinem Verständnis seiner selbst. Er durchschaut jeden seiner aufsteigenden Gedanken, er weiß genau, was er tut. Er mag sich ärgern, doch er ist nicht verwirrt. Nur ein erleuchteter Meister, der sich selbst kennt, vermag dich auf den Weg ins Licht zu führen!
  1. Wenn du ihm gegenüber den Wunsch hast, dein Inneres zu öffnen, wenn du dich danach sehnst, dass er dich kennt und versteht, dann hast du womöglich eine Dharma-Verbindung zu ihm. Wenn du dich vor einem erleuchteten Meister vollkommen öffnest und demütig und ehrerbietig wirst, ohne Groll und ohne Reue, dann lernst du, dich nicht länger zu verstellen, sondern dich jedem Menschen und jeder Sache im Leben zu öffnen. Dann kannst du in jeder Sache, in jedem Ding, in jedem Menschen die Qualität des erleuchteten Meisters sehen, die Qualität des Dao. Das ist der letztendliche Zweck, aus dem du deinen Lehrer wählst.
  1. In Wahrheit ist die wahre Beziehung zwischen Lehrer und Schüler eine Entsprechung, so wie Shakyamuni die Blume hob und Kasyapa lächelte.

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