Die meisten Praktizierenden sind nicht von Kindheit an Vegetarier. Wenn sie nun wegen der Praxis plötzlich ihre Essgewohnheiten ändern, kann das zu körperlichen Reaktionen führen, besonders bei körperlich schwachen Menschen mittleren und höheren Alters. Menschen mittleren und höheren Alters haben sehr lange Fleisch gegessen; ihre Physis und ihre Energiekanäle haben sich an Fleischkost gewöhnt, und durch den jahrelangen Verzehr von Fleisch – ob roh, frittiert, gebraten oder gegrillt – haben sich in den Energiekanälen viel Trübheit und Kanalschlacken angesammelt. Deshalb gibt es nach einer Zeit der vegetarischen Ernährung einen Entgiftungsprozess der Reinigung der Energiekanäle; am schnellsten dauert er drei Monate, sieben Monate oder neun Monate usw. In dieser Zeit muss man auf seine Geisteshaltung achten und sich nach Möglichkeit so stimmen, dass man sich wohl fühlt; auch wer viel zu tun hat, sollte sich täglich etwas Zeit nehmen und eine Weile in der Stille meditieren, am besten zwei Stunden oder mehr. So geht die Physis ruhig und gleichmäßig zur vegetarischen Kost über; andernfalls können in dieser Zeit leicht Krankheiten des endokrinen Systems ausgelöst werden. Der emotionale Zustand ist in dieser Zeit von entscheidender Bedeutung; im Allgemeinen dauert der erste Prozess der Reinigung der Energiekanäle und der Entgiftung, mit Unterbrechungen, etwa drei Jahre. Das ist auch der Grund, warum manche Raucher nach einem plötzlichen Rauchstopp krank werden: Sie haben die aufsteigenden Gedanken und die Emotionen in der Entgiftungsphase nicht im Griff.