Wie man einen erleuchteten Meister auswählt
1. Zunächst einmal: Kann dieser Meister, wenn er dich belehrt, durch deine äußere Fassade hindurchschauen und direkt auf die Tiefe deines Herzens weisen?
2. Dieser erleuchtete Meister sollte ein gewisses Verständnis für die Dharma-Methoden oder die Praxis haben, die du zuvor gewählt hast. Können eure Herzen die meiste Zeit über direkt miteinander kommunizieren?
3. Die meiste Zeit über ist dieser erleuchtete Meister innerlich sehr friedvoll. Dies rührt nicht von der Kraft der Versenkung (Samadhi) her, sondern aus seinem Verständnis seiner selbst. Er durchschaut jeden einzelnen seiner aufsteigenden Gedanken und jede innere Regung. Er weiß vollkommen klar, was er gerade tut. Er mag vielleicht auch einmal genervt sein, aber er ist niemals verwirrt. Nur ein erleuchteter Meister, der sich selbst kennt, hat die Fähigkeit, dich auf den Weg des Lichts zu führen!
4. Verspürst du, wenn du ihm gegenüberstehst, den Wunsch, dein Innerstes zu offenbaren? Sehnst du dich danach, dass er dich kennt und versteht? Wenn ja, dann hast du vielleicht eine Dharma-Verbindung mit ihm. Wenn du dich einem erleuchteten Meister voll und ganz öffnest, demütig und respektvoll wirst und dies ohne Reue tust, dann lernst du, dich nicht mehr zu verstellen. Du beginnst, dich allen Menschen und allen Dingen im Leben zu öffnen. Dann wirst du fähig sein, in allem und jedem – in jeder Sache, in jedem Gegenstand, in jeder Person – die Qualitäten eines erleuchteten Meisters und die Eigenschaften des Dao zu erkennen. Genau das ist das letztendliche Ziel bei der Wahl eines Meisters.
5. Letztlich ist die wahre Meister-Schüler-Beziehung eine Art tiefe innere Resonanz – genau wie damals, als Buddha Shakyamuni eine Blume emporhielt und Mahakashyapa lächelte.