Ankunft auf dem Planeten A

Dabei durchquerte den Raum‑Zeit‑Tunnel und gelangte zum Eingang des Planeten A. Dies war der Ort, an dem sich die Yin‑ und Yang‑Energien trafen und wandelten, das sogenannte Meer des Begehrens. In diesem Augenblick brodelten die beiden Energien wie Meerwasser, wirbelten in Strudeln und sandten düstere rote und weiße Lichter aus, sodass unzählige schwarze Löcher entstanden, die jedem Leben Furcht einflößten. Dies war der Mund des Begehrens.

Dabei wählte eines dieser schwarzen Löcher und sprang hinein. Augenblicklich wurde ihr Lichtkörper von dem Loch verschlungen. In der Hochgeschwindigkeitsrotation der beiden Energien wurde sie zerrissen und wieder zusammengesetzt, in Yin und Yang getrennt und dann von Neuem miteinander verschmolzen. Dabei verlor das Bewusstsein …

Auf dem Planeten A, dreißig Jahre später, kam Dabei plötzlich wieder zu sich. Zu ihrer Überraschung stellte sie fest, dass sie zu einer Frau in leuchtender Kleidung geworden war, die Schuhe mit hohen, spitzen Absätzen trug und mühsam eine Straße entlangging. Sie wollte sich in die Luft erheben, doch ihr Körper war sehr schwer.

Mit einem Schlag begriff sie: Sie war zu einem Wesen des Planeten A geworden, und die Zeit hier verging anders als in der Erde der vielen Schätze. Drei Tage in ihrem Heimatreich entsprachen bereits mehr als dreißig Jahren hier. ‟Mir bleiben dreißig Jahre, um unsere Rettungskräfte auf dem Planeten A zu finden,” dachte sie.

Dabei untersuchte ihren neuen Körper aufmerksam. Er war bereits von vielen Giften durchdrungen, doch das Maṇi‑Juwel in ihrer Brust leuchtete noch immer. ‟Ich muss zuerst Duozhi und Duoli finden.” Kaum war dieser Gedanke aufgekommen, geriet ihr Körper in einen besonderen Zustand: Zwei Greise und zwei Kinder saßen in einem Haus, alle in Tränen aufgelöst.

Die beiden Kinder klammerten sich an ihren Körper, und in diesem Augenblick begann die ‛Ich‑Anhaftung’ in ihr zu leuchten: ‟Das ist mein Zuhause, ich will es nicht verlassen!” Ein rosafarbener Giftnebel stieg in ihr auf, ihre Beine wurden weich, und ein starkes Gefühl von Sehnsucht und Wehmut überkam sie …

Plötzlich sandte das Maṇi‑Juwel ein heftiges Licht aus und absorbierte das gesamte Leuchten der ‛Ich‑Anhaftung’ in sich. Der Giftnebel wich vorübergehend zurück, das Gefühl der Anhaftung verschwand, und Herz wie Geist litten nicht länger unter dem Eindringen des Giftes. Sie erkannte, dass dies eine von der ‛Ich‑Anhaftung’ erzeugte Illusion eines ‟Zuhause war”. Die Menschen in diesem Haus waren ihre Angehörigen auf diesem Planeten, und diese zwei Kinder und die beiden Alten waren bereits von den fünf Giften infiziert und an ihren Körper gebunden. Sie holte die von ihrem Vater geschenkte Pille hervor, gab den Kindern und den Alten ein wenig davon, und sie hörten auf zu weinen. Dabei tröstete sie: ‟Ich komme bald zurück.” Angesichts ihrer weiterhin traurigen Gesichter spürte sie einen Stich von Traurigkeit, doch als sie an ihre Mission dachte, eilte sie aus dem Haus und lief in die Richtung, die ihr der Lebenssensor wies.

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